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Diagnose

 

Stellen einer IBS-Diagnose 

 

Leider gibt es keinen spezifischen, einfachen Test für die Diagnose des Reizdarmsyndroms. Es handelt sich hierbei einerseits um eine sogenannte „Ausschluss-Diagnose“, andererseits müssen gewisse Symptome vorhanden sein, um ein Reizdarmsyndrom zu diagnostizieren. Diese Symptome stützt sich auf die Rom IV-Kriterien.

  • Ausschlusskriterien

Beim Reizdarmsyndrom handelt es sich um eine Ausschluss-Diagnose. Das Ausmass der Untersuchungen, ehe die Diagnose „Reizdarmsyndrom“ gestellt werden kann, hängt von vielen Faktoren ab. Einige der nachfolgenden Alarmsymptome, machen weitere Untersuchungen zwingend notwendig.

Alarmsymptome, die weitere Untersuchungen erforderlich machen, sind:

  • Blut im Stuhl, sichtbar als frisches Blut oder durch Schwarzfärbung des Stuhles oder okkult (d.h. unsichtbar und nur durch spezielle Untersuchung nachweisbar)
  • Gewichtsverlust
  • Blutarmut
  • Fieber
  • Störung der Nachtruhe wegen Durchfall oder Bauchschmerzen
  • Relativ kürzlich aufgetretene Symptome oder Änderung der Symptome

 

  • Rom IV-Kriterien

Generelles und Wissenswertes zu den Rom-Kriterien

Die Rom-Kriterien, auch Rom IV-Konsensus-Kriterien genannt, spielen eine wichtige Rolle bei der Diagnose von funktionellen Störungen des menschlichen Verdauungstrakts. Sie werden nach der Delphi-Methode (ein systematisches, mehrstufiges Befragungsverfahren mit Rückkoppelung) von Experten auf dem Gebiet der Gastroenterologie im Rahmen einer Konsensus-Konferenz in Rom festgelegt. 
Die ersten Rom-Kriterien wurden 1992 in Rom veröffentlicht und Rom I-Kriterien genannt. 1998 fand eine weitere Konferenz in Rom statt. Diese bezog sich speziell auch auf die Definition und Diagnosekriterien von funktioneller Dyspepsie („Reizmagen“) und das Reizdarmsyndrom. Diese wurden als Rom II-Kriterien veröffentlicht. 2006 wurden die Kriterien dann den dahin neusten Forschungsergebnissen angepasst und als Rom III-Kriterien veröffentlicht. Die neueste Iteration dieser Kriterien (Rom IV) wurde 2016 erstellt und lösen die bis dahin geltenden Rom III-Kriterien ab.
 

Rom IV-Kriterien für Erwachsene

Wenn folgende Kriterien erfüllt sind, kann anhand der Rom IV-Kriterien ein Reizdarmsyndrom diagnostiziert werden:

  • Symptombeginn mindestens 6 Monate vor Diagnosestellung
  • Beschwerden durchschnittlich an mindestens einem Tag pro Wo­che in den letz­ten 3 Mona­ten
  • wiederkehrende Bauchschmerzen assoziiert mit mindestens zwei der folgenden Kriterien:
    • Zusammenhang mit der Stuhlentleerung
    • Änderung der Stuhlfrequenz
    • Änderung der Stuhlkonsistenz