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Patienten

 

Was ist IBS?

 

Irretable Bowel Syndrom (IBS), auf Deutsch „Reizdarmsyndrom“, ist eine komplexe Erkrankung des Verdauungstrakts. IBS zeichnet sich durch chronische Darmbeschwerden aus, welche für die Patienten meist sehr belastend sind.
Beim Reizdarmsyndrom handelt es sich um eine sehr häufige Erkrankung. Die Hälfte aller Patienten mit Magen-Darm-Problemen leidet an einem Reizdarmsyndrom, wobei Frauen doppelt so oft betroffen sind wie Männer.

Je nach Art der Beschwerden werden, drei Unterkategorien unterschieden: IBS-C (IBS mit Verstopfung), IBS-D (IBS mit Durchfall) und IBS-A (IBS Mischform mit abwechslungsweise Verstopfung und Durchfall). 


Die häufigsten Beschwerden bei IBS sind: 

• Schmerzen beziehungsweise Unwohlsein im Unterleib (wobei der Bereich unterhalb der Taille und oberhalb der Hüften als Unterleib bezeichnet wird). Dieses Symptom tritt bei IBS am häufigsten auf und gilt somit als das entscheidende Symptom bei IBS. 

• Veränderungen der Stuhlgang-Gewohnheiten. IBS führt zu einer Veränderung des Stuhlgangs hinsichtlich seiner Konsistenz und/oder Häufigkeit. Entsprechend dieser wird zwischen den einzelnen IBS-Unterkategorien (IBS-C, IBS-D, IBS-A) unterschieden. 

• Die Symptome treten über eine lange Zeit auf und können während dieser kommen und gehen. Verbesserungen beziehungsweise Verschlechterungen der IBS-Symptome sind keine Seltenheit. 

• Weitere Symptome können Blähungen, Übelkeit, Sodbrennen, Völlegefühl oder zu schnelles Sättigungsgefühl sein. 

• Zusätzlich zu den oben beschriebenen Symptomen, welche in direktem Zusammenhang mit dem Verdauungstrakt stehen, können auch noch weitere Symptome auftreten. So kann es z.B. zu Müdigkeit, Muskelschmerzen, Schlaflosigkeit, Einschränkungen der Sexualfunktion, Schmerzen im Bereich des unteren Rückens beziehungsweise Kopfschmerzen kommen.

 

 

Was kann ich gegen IBS tun?

 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten IBS zu behandeln beziehungsweise die Beschwerden zu lindern. Eine Möglichkeit ist die Umstellung der Lebensweise (siehe hierzu auch „Hilfreiche Tools zur IBS-Behandlung“). 

Falls dies zu keiner Verbesserung der Erkrankung führt, können weitere Schritte unternommen werden. Hilfreich hierbei ist es ein Tagebuch mit Ihren genauen Beschwerden zu führen. So kann Ihr Arzt sehen, wie sich Ihre Symptome über die Zeit verändern und Ihnen besser helfen. (Hier können Sie ein Ernährungstagebuch herunterladen.)

IBS ist zwar eine sehr komplexe Erkrankung, die Wissenschaft erzielt jedoch ständig neue, hilfreiche Erkenntnisse bezüglich der Behandlung von IBS.

 

 

Arztbesuch

Als erstes ist hier hervorzuheben: Sie sind nicht allein! 

Etwa 10% - 20% der Weltbevölkerung leidet unter IBS. Viele dieser Patienten haben eine lange, oft missverstandene, Leidensgeschichte hinter sich. Nicht selten, waren sie bereits bei einem oder mehreren Ärztinnen/Ärzten, ohne die erhoffte Unterstützung zu erhalten.
Die Wissenschaft konnte in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte in der Erforschung von IBS erzielen, weshalb viele Ärztinnen und Ärzte besser über IBS informiert sind. Dies führt auch zu besseren und vielfältigeren Behandlungsmöglichkeiten. Scheuen Sie sich daher nicht davor, (noch einmal) eine/n Ärztin/Arzt aufzusuchen! 

Es ist wichtig, sich auf das Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt vorzubereiten, um gezielt eine effektive Behandlungsmöglichkeit Ihrer IBS-Beschwerden zu finden.
Wichtig ist hierbei Ihre Symptome genau zu beschreiben (Verstopfung, Durchfall, Blähungen, Schmerzen, Unwohlsein, usw.). Verändern diese sich über die Zeit? Treten diese häufiger bei Stress auf? Bemerken Sie die Beschwerden je nach Nahrungsaufnahme vermehrt/weniger? Haben vereinzelte Lebensmittel eine verstärkte Wirkung auf die Symptome? Haben andere Familienmitglieder ähnliche Beschwerden?

 

 

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Unterkategorien von IBS

 

IBS-C Mit Verstopfung

Patienten mit IBS-C (IBS-Constipation) leiden an einem Reizdarmsyndrom mit Verstopfung (Obstipation; englisch: Constipation). 
Nicht immer wird das Selbe unter Verstopfung verstanden. Auch Patienten und Ärzte verstehen manchmal etwas anderes unter dem Begriff Verstopfung. Es ist daher wichtig, dass Sie Ihre Symptome und Beschwerden bei einem Arztbesuch genau beschreiben.  
Generell versteht man unter Verstopfung aber harten, unregelmässigen Stuhlgang, das Gefühl der unvollständigen Entleerung beziehungsweise das Gefühl Stuhl entleeren zu müssen, aber nicht zu können.  

Unter „Hilfreiche Tools zur IBS-Behandlung“ finden Sie Möglichkeiten Ihre Symptome zu lindern. 

Ihr Arzt kann Ihnen je nach dem zusätzlich Medikamente zur Krampflösung, Schmerzlinderung, sowie Abführmittel verordnen. Ausserdem sind neue Medikamente, welche spezifisch für das IBS-Syndrom entwickelt wurden, verfügbar.

 

 

IBS-D Mit Durchfall

Patienten mit IBS-D (IBS-Diarrhea) leiden an einem Reizdarmsyndrom mit Durchfall. Durchfall bedeutet, dass man weichen oder wässrigen Stuhlgang hat und oft mehrfach am Tag (meist dringend, besonders nach dem Essen) die Toilette aufsuchen muss. Die häufigsten Symptome bei IBS-D sind Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall. 

Meist braucht es einige Zeit und einige „Behandlungsversuche“, bis Sie den richtigen Umgang mit Ihrer Erkrankung gefunden haben. Da es neue Erkenntnisse zu IBS-Erkrankungen gibt, können Sie vieles über IBS-D lernen, was Ihnen helfen kann Ihre Symptome in den Griff zu bekommen. Unter „Hilfreiche Tools zur IBS-Behandlung“ finden Sie Möglichkeiten Ihre Symptome zu lindern. 

Ihr Arzt kann Ihnen je nach dem zusätzlich Medikamente gegen Durchfall, zur Krampflösung, sowie Schmerzlinderung verordnen. Ausserdem sind neue Medikamente, welche spezifisch für das IBS-Syndrom entwickelt wurden, verfügbar.

 

 

IBS-A Mischform mit Verstopfung und Durchfall

Patienten mit IBS-A (oft auch IBS-M genannt) leiden unter einem alternierenden Stuhlbild. Das heisst, dass sich Phasen von Durchfall mit Phasen von Verstopfung abwechseln. Es handelt sich demnach um eine Mischform von IBS-D und IBS-C. Da sich die Behandlung von IBS vor allem auf die Hauptsymptome fokussiert, sollten Sie in den Phasen mit Verstopfung die Ratschläge zu IBS-C befolgen und umgekehrt in den Phasen mit Durchfall diejenigen zu IBS-D. 

Unter „Hilfreiche Tools zur IBS-Behandlung“ finden Sie Möglichkeiten Ihre Symptome zu lindern. 

Ihr Arzt kann Ihnen je nach dem zusätzlich Medikamente gegen Durchfall, Abführmittel, zur Krampflösung, sowie Schmerzlinderung verordnen. Ausserdem sind neue Medikamente, welche spezifisch für das IBS-Syndrom entwickelt wurden, verfügbar.